Zentralisierung vs Dezentralisierung, Reflexion

Zentralisierung vs Dezentralisierung, Reflexion

04.03.2020 (Amadeus) -

Neulich fiel mir im Gespräch über den Sinn/Unsinn einer zentralisierten Architektur für die Wasser- oder Stromversorgung eine Parallele zur Entwicklung im Bereich von Cloud-Services auf.

Hintergrund:
Die zentralisierte Wasser- und Stromversorgung (um bei diesem Beispiel zu bleiben) setzt einen immensen Aufwand zur Bewirtschaftung der Infrastruktur voraus. Gleichzeitig bietet sie den Betreibern der Infrastruktur die Möglichkeit, solide Gewinne mit dem Handel der Ressourcen einzufahren.
Wäre die Wasser- und Stromversorgung über die Jahre eher dezentralisiert, statt zentralisiert aufgebaut worden, hätten wir heute eine höhere Autonomie auf Verbraucherseite und eine ausgeglichenere Verteilung der Machtverhältnisse im Umgang mit diesen Ressourcen.
Auch der technologische Wandel wäre vermutlich anders ausgefallen. Zum Beispiel wäre bei einer solchen Entwicklung Regenwasser-Kollektion und Nutzung der Sonnenenergie heute vermutlich wesentlich fortschrittlicher (wobei das natürlich Spekulation ist).

Wie dem auch sei, alles hat Vor- und Nachteile. Fakt ist, unsere Abhängigkeit zu Cloud-Services ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Der Trend hin zur Zentralisierung in der Cloud ist unaufhaltsam. Und in der Konsequenz wird mittlerweile fast alles nur noch auf Pump und pro Monat/User betrieben.